Micro-Influencer sind für viele Marken der effektivere Hebel als große Influencer. Sie arbeiten näher an ihrer Community, erzielen höhere Interaktionen und sind deutlich günstiger als große Influencer. Die Herausforderung ist: Wie findet man die passenden Micro-Influencer? Hier erfährst du, wie genau das geht, wie teuer sie sind, wie man sie richtig kontaktiert und wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Praxis aussieht.
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Micro-Influencer sind Content Creator mit einer überschaubaren, aber klar abgegrenzten Reichweite.
Meist bewegen sie sich zwischen 10.000 und 100.000 Followern. Entscheidend ist aber nicht die Zahl, sondern die Nähe zur Community. In der Praxis liegt der effektivste Bereich oft deutlich unter 100.000 Followern. Ihre Inhalte sind selten glattpoliert, dafür glaubwürdig, konsistent und thematisch fokussiert.
Warum Micro-Influencer im Marketing funktionieren, ist simpel:
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Die folgenden Methoden sind bewusst praxisnah gehalten. Jeder Weg lässt sich ohne Budget testen und liefert realistische Ergebnisse, wenn du sauber filterst und nicht blind sammelst.
Öffne Instagram und suche nach konkreten Nischen-Hashtags, nicht nach #influencer. Filtere Profile mit 5.000–50.000 Followern, die regelmäßig posten und echte Kommentare haben.
Beispiel: Suche nach „#veganskincare“ öffne die letzten Posts und prüfe, ob die Kommentare überwiegend aus ganzen Sätzen bestehen statt nur aus Emojis wie 🔥😍👏.
Gehe auf ein passendes Creator- oder Markenprofil und tippe auf „Ähnliche Konten“. Sortiere sofort aus, wenn Accounts thematisch springen oder kaum Interaktion haben.
Beispiel: Du findest einen Fitness-Creator → „Ähnliche Konten“ → speichere 5–10 Profile mit klarer Trainings-Nische.
Suche auf TikTok nach Nischen-Hashtags oder aktuellen Sounds in deiner Branche. Ignoriere Followerzahlen, achte stattdessen auf Views pro Video und Kommentarqualität.
Beispiel: #mealprepping → Videos mit 20–50k Views, aber unter 30k Followern sind oft ideal.
Suche nach Tutorials, Reviews oder „Meine Erfahrungen mit …“. Bevorzuge Kanäle mit regelmäßigen Uploads und aktiver Kommentarspalte.
Beispiel: „Laufschuhe Test Deutsch“ → Kanal mit 12k Abos, aber 50+ Kommentare pro Video.
Öffne die letzten Posts deiner Wettbewerber und scrolle gezielt durch die Kommentare. Achte auf Profile, die fachlich kommentieren oder Fragen beantworten.
Beispiel: Ein Account kommentiert regelmäßig Produktdetails → Profil prüfen, oft steckt ein Creator dahinter.

Nutze Google mit Kombinationen aus Produkt + Erfahrung + Plattform. Klicke nicht nur auf Blogs, sondern auch auf verlinkte Social-Profile.
Beispiel: „Erfahrungen veganes Protein Instagram“ → Creator finden, die bereits öffentlich darüber sprechen.
Gehe in relevante Facebook-Gruppen, Subreddits oder Discords. Merke dir Nutzer, die regelmäßig fundierte Antworten geben.
Beispiel: In einer Skincare-Gruppe erklärt jemand Routinen → Profil checken, oft mit Social-Reichweite.
Analysiere deine Instagram-Follower oder Newsletter-Abonnenten. Sortiere nach Profilen mit Content-Fokus + Reichweite, nicht nach Masse.
Beispiel: Ein Kunde postet regelmäßig zu deinem Thema → direkter, glaubwürdiger Kooperationspartner.
Suche nach aktuellen oder vergangenen Event-Hashtags deiner Branche. Behalte Creator, die vor Ort posten und fachlich einordnen. Viele B2B-Creator posten Event-Learnings eher auf LinkedIn als auf Instagram. Suche dort nach Event-Hashtags oder nach dem Eventnamen und filtere nach Beiträgen mit vielen fachlichen Kommentaren.
Beispiel: #dmexco2025 → Diese Accounts eignen sich besonders für Kooperationen mit erklärungsbedürftigen Produkten oder B2B-Themen.
Nutze Gratisfunktionen nur zur Validierung, nicht zur Massenrecherche. Prüfe Reichweite, Wachstum und grobe Engagement-Werte.
Beispiel: Profil manuell gefunden → mit z. B. Social Blade kurz gegenchecken.

Gute Micro-Influencer zeichnen sich nicht durch hohe Reichweite aus, sondern durch relevante Interaktion und klaren Fokus. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Zahlen und Verhalten.
Wichtige Kriterien im Überblick:
Praxis-Check: Wenn du dem Account selbst folgen würdest, der Content glaubwürdig wirkt und dein Produkt natürlich hineinpasst, ist der Influencer geeignet.
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Die Kosten für Micro-Influencer variieren je nach Plattform, Reichweite und Aufwand. Als grobe Orientierung gelten folgende Richtwerte:
Der Preis steigt bei hohem Engagement, Video-Content oder zusätzlichen Nutzungsrechten.
Faustregel: 20–60 € pro 1.000 Follower (je nach Nische, Aufwand, Nutzungsrechten und Exklusivität) sind für viele Kooperationen realistisch.
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Der erste Kontakt entscheidet, ob du eine Antwort bekommst oder ignoriert wirst. Erfolgreich ist, wer persönlich, konkret und respektvoll schreibt – nicht wer mit Massenmails hinausschießt.
So gehst du vor:
Beispiel für eine erste Nachricht:
Hallo [Name], ich verfolge deine Inhalte zu [Thema] schon länger, besonders deinen Beitrag zu [konkreter Post] fand ich [Grund] echt gut gemacht. Wir arbeiten gerade an [Produkt/Projekt] und könnten uns eine Zusammenarbeit gut vorstellen. Wenn das für dich spannend klingt, lass uns gern kurz sprechen.
Wichtig: Standardtexte, Preisabfragen ohne Kontext oder lange Erklärungen führen fast immer zu keiner Antwort.
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Die Zusammenarbeit mit Micro-Influencern funktioniert am besten, wenn sie partnerschaftlich statt kontrollierend aufgebaut ist. Kleine Creator liefern die besten Ergebnisse, wenn sie Freiraum behalten.
Grundregeln für eine funktionierende Zusammenarbeit:
Praxis-Tipp: Starte mit einer kleinen Zusammenarbeit. Wenn Inhalte und Resonanz passen, skaliere über mehrere Posts oder Formate.
Wichtig noch: Was viele Unternehmen unterschätzen, ist der laufende Kommunikationsaufwand. Briefings müssen erklärt, Rückfragen beantwortet, Deadlines nachgehalten und Inhalte abgestimmt werden.
Gerade bei mehreren Micro-Influencern entsteht schnell ein erheblicher Zeitaufwand, weil Professionalität, Reaktionszeiten und Erfahrung stark variieren.
Agenturen wie Wunderstudios übernehmen hier Koordination, Qualitätssicherung und laufende Abstimmung, sodass interne Teams entlastet werden und Kampagnen sauber umgesetzt werden.

Tools und Plattformen helfen vor allem, Zeit zu sparen und schneller zu filtern. Sie eignen sich, um passende Profile vorzusortieren oder Kennzahlen grob zu prüfen, ersetzen aber keine manuelle Bewertung.
Influencer-Datenbanken wie Modash, Kolsquare oder HypeAuditor ermöglichen Filter nach Reichweite, Themenfeld oder Standort. Analyse-Tools zeigen zusätzlich, ob Engagement und Wachstum plausibel sind.
Wichtig ist, sich nicht auf Scores zu verlassen:
Tools liefern Zahlen, aber keine Erfahrung. Sie zeigen Reichweite und Engagement, sagen jedoch nichts darüber aus, wie zuverlässig Creator arbeiten, wie gut Inhalte performen oder ob Absprachen eingehalten werden.
Agenturen wie Wunderstudios greifen hier auf Performance-Historien, Content-Erfahrung und bewährte Creator zurück, statt jedes Profil neu testen zu müssen.
Hinweis: Für B2B lohnt sich zusätzlich LinkedIn, weil dort viele Micro-Influencer mit kleiner Followerzahl, aber hoher fachlicher Reichweite aktiv sind. Oft reichen schon wenige tausend Follower, wenn die Zielgruppe aus Entscheidern besteht.

Viele Unternehmen unterschätzen den Aufwand hinter Micro-Influencer-Kampagnen. Recherche, Abstimmung, Nachfassen und Qualitätskontrolle kosten Zeit und binden interne Ressourcen.
Wir übernehmen Auswahl, Ansprache und komplette Kommunikation. Durch unsere Erfahrung und Performance-Historie arbeiten wir mit Creator:innen, die zuverlässig liefern und nachweislich funktionieren. Das senkt den Aufwand und reduziert das Risiko von Fehlkooperationen.
Unsere Stärke liegt im Family- und Female-Umfeld, wo Vertrauen und Tonalität entscheidend sind.
Wenn du Micro-Influencer einsetzen willst, ohne dich um Koordination und Nachsteuerung zu kümmern, melde dich bei uns.
Ein Micro-Influencer hat in der Regel zwischen 10.000 und 100.000 Follower, wobei auch kleinere Accounts erfolgreich sein können, wenn Engagement und Themenfokus stimmen.
Man gilt als Micro-Influencer, solange die eigene Reichweite überschaubar bleibt und der direkte Austausch mit der Community im Vordergrund steht. Entscheidend sind die Nähe zur Zielgruppe und die Qualität der Interaktion.
Nano-, Micro- und Makro-Influencer unterscheiden sich vor allem durch Reichweite und Nähe zur Community. Nano-Influencer haben meist bis zu 5.000 Follower und sehr persönliche Beziehungen zu ihrer Community. Micro-Influencer bewegen sich in der Regel zwischen 5.000 und 100.000 Followern und verbinden hohe Glaubwürdigkeit mit guter Reichweite. Makro-Influencer haben über 100.000 Follower, sorgen für große Sichtbarkeit, sind aber teurer und wirken oft weniger nahbar.
Micro-Influencer sind nicht grundsätzlich besser als große Influencer, erzielen aber häufig höhere Engagement-Raten und wirken glaubwürdiger, was sie für viele Marken effektiver macht.
Man findet Micro-Influencer auf Instagram, indem man gezielt Nischen-Hashtags nutzt, ähnliche Accounts über relevante Profile entdeckt, Kommentare bei Wettbewerbern analysiert und bestehende Follower überprüft. Zusätzlich helfen Tools wie HypeAuditor, Modash, Heepsy oder Infludata, um Accounts nach Reichweite, Engagement und Zielgruppe zu filtern und Fake-Follower auszuschließen.
Die Zusammenarbeit mit Micro-Influencern kostet je nach Plattform, Content-Format und Engagement meist zwischen 50 und 500 Euro pro Beitrag.